Die ersten unabhängigen Umweltgruppen in der DDR
entstanden Anfang der 1980er Jahre. Rasch wuchs die
Umweltbewegung zu einer von drei Säulen der demokratischen
Opposition in der DDR. Im Laufe der friedlichen
Revolution von 1989 spielte das Umwelt-Thema eine
herausragende Rolle. Seit 1990 ist die Umweltsanierung
in Ostdeutschland eine gesamtdeutsche Leistung. Fünf
Nationalparke wurden gegründet, die Kernkraftwerke
der DDR stillgelegt, der Uranabbau und Braunkohletagebau-
Großprojekte gestoppt. Die Rekultivierung riesiger
Tagebauflächen hat neue Erholungsgebiete entstehen
lassen, viele marode Chemieanlagen wurden stillgelegt
und manches moderne Großkraftwerk gebaut. Viele der
Protagonisten
von damals blieben ihrem Umweltengagement
treu und begleiten bis heute die Umweltentwicklung
in Ostdeutschland.
Sind die damaligen Forderungen der Umweltbewegung
heute erfüllt? Ist die Debatte über die globalen „Grenzen
des Wachstums“
noch aktuell? Aus der Perspektive
der Umweltthematik sind eine Rückschau auf 20 Jahre
Deutsche Einheit und der Ausblick auf die heutigen
Herausforderungen konkret und kontrovers. Die Leipziger
Tagung soll an die Ausgangssituation erinnern, das Erreichte
aufzeigen und den heutigen Diskursen Raum geben.
Keine
8. September 2010
Beginn: 10:00 Uhr
http://www.ufz.de/data/Umweltbewegung_Flyer_druckvorlage_web13225.pdf
Leipziger KUBUS
Permsoserstr. 15
04318 Leipzig (Sachsen)
Karte
Ellen Banzhaf
0341 235-1800